In deiner Untersuchung von Gallup wurden die verschiedensten länderspezifischen Präferenzen bezüglich einer Urlaubsreise festegestellt. Es zeigt sich, dass vor allem die zwei Länder mit den höchsten Ausgaben für den internationalen Tourismus, nämlich die Vereinigten Staaten von Amerika und Japan, im Verhältnis zu den anderen Industrieländern ein geringes relatives Interesse für Auslandsreisen haben. In Lateinamerika sind 58%, in Mexiko 74% der Befragten ans Auslandsreisen nicht interessiert. Im Fernen Osten sind es 32 %, in Indien nur 17 %. In Australien, Frankreich und Skandinavien konnte das höchste Interesse mit jeweils 84 % festgestellt werden. Von den befragten Europäern möchten die meisten gerne eine reise in die USA machen, in Japan sind vor allem die USA und die Schweiz als Reiseländer populär. (Genaue Statistiken im Buch Seite 30/31).
Für den europäischen Markt ist unzweifelhaft Deutschland der ausschlaggebende Faktor. Der Schweizer Professor Krapf bezeichnete schon vor Jahren in einem in Wien gehaltenen Vortrag die Deutschen als die „Bankiers des europäischen Fremdenverkehrs“. Daher interessieren uns natürlich besonders die qualitativen Entwicklungstendenzen der Nachfrage des deutschen Urlaubsmarktes. Eine solche Projektion wurde von Bruno Tietz, Universität Saarland, ausgearbeitet.
