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Die Marktchancen im Tourismus

Die Prognosen sind durchaus positiv. Sie gehen davon aus, dass in den Industriestaaten zumindest ein knapper Realzuwachs erreicht wird und damit die frei verfügbaren Einkommensanteile weiter wachsen werden, die Bevölkerungskonzentration in Großstädten anhält, die Mobilität nicht nur gehalten, sondern trotz Energieproblemen verstärkt wird und die Arbeitszeit – sowohl die wöchentliche als auch die Lebensarbeit – weiter sinkt. Die Freizeit soll erneut zunehmen – somit auch die Zeit für mehr Urlaub. Der Urlaub verliert den Rest an Luxusimage und wird endgültig als Konsumgut verankert. So günstig die allgemeine Situation im Lichte solcher Vorhersagen auch aussehen mag, es wird für die einzelne Destination trotzdem immer schwieriger, weitere Zuwachsraten zu verwirklichen. Zudem darf aus diesen günstigen Prognosen nicht automatisch auf vermehrte Reisetätigkeit geschlossen werden. Abgesehen von den bekannten wirtschaftlichen Schwierigkeiten (speziell energie- und Umweltprobleme) zeigen Marktstudien folgende Situation:

  • Die reiseinteressierten Schichten sind längst entschlossen.
  • Nun gilt es, auch die unbeweglicheren Bevölkerungsschichten zu gewinnen.
  • Die noch neu zu mobilisierenden Gruppen verfügen meist nur über bescheidene Mittel.

Die erwartete günstige Situation kann nur derjenige nützen,  der mit durchdachten und ausreichend breit eingesetzten Maßnahmen im Kampf um die Marktanteile mitmischt. Mit anderen Worten: durch die generelle soziologische (und auch technische) Entwicklung besitzt der Tourismus tatsächlich auch künftig sehr gute Möglichkeiten, die aber ausschließlich durch zeitgemäße und professionelle Marketingarbeit genützt werden können. Dabei wird die Wettbewerbssituation immer gespannter.

Der Welttourismus ist von starker Konzentration geprägt. Fast 90 % des Gesamtaufkommens verteilen sich auf Europa und die USA. Zu dieser räumlichen kommt die zeitliche Konzentration durch die Ferientermine der Industrieländer. Die Reiseintensität und das Potenzial zeigen zwar, doch vermehrt sich gleichzeitig die Zahl der Anbieter. Diese Unzahl von Urlaubsnageboten verschärft nicht nur den Wettbewerb im Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern macht vor allem die Gestaltung und Präsentation des einzelnen Angebotes immer schwieriger. Banale „Wald- und Wiesenangebote“ genügen schon lange nicht mehr. Es bestätigt sich für den Tourismus die absatzwirtschaftliche Erfahrung von Industrie und Handel: Altbewährte Maßnahmen müssen durch neue Methoden immer wieder ergänzt werden, um aktuelle Leistungen wirksam zu präsentieren.
Wir bieten zielgruppenorientierte Vielfalt, um den verschiedenen Bedürfnissen, Neigungen, Interessen und Wünschen wirkungsvoll gerecht zu werden. Dabei dar nicht jeder alles anbiete wollen und auch nicht jeder gleiche Argumente anderer Anbieter anwenden. !!Individuelle Angebote lohnen sich!! Wie in allen anderen Wirtschaftszweigen bewährt sich bei starkem Konkurrenzdruck die durchdachte Spezialisierung.


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