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Die Kriterien für das touristische Marketing in der Praxis

Das touristische Marketing betrifft eine sehr eigenständige Form der Dienstleistung. Es handelt sich in der Praxis sogar um ein Dienstleistungsbündel, das ausschließlich an Ort und Stelle und nicht anderswo zu konsumieren ist. Viele der verfügbaren Marketinglehrbücher beziehen sich auf Konsumgüter und zum Teil auch auf Investitionsgüter. Sie sind daher für den Tourismus nur bedingt, eben nur im übertragenen Sinn, anwendbar.

Der entscheidende Unterschied:

Das touristische Angebot wird auf verschiedenen Ebenen in allen Einzelheiten geformt. Diese Einzelleistungen werden nicht nur zur Verfügung gestellt, sondern jeder Leistungsträger ist bemüht, seinen Teil auch zur Vermarktung beizutragen.

Die wichtigsten Ebenen bzw. Träger des touristischen Marketings:

  • Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe
  • Ort
  • Region
  • Land
  • Verkehrsträger
  • Unterhaltungsbranche
  • Souvenirhandel
  • Seilbahn- und Skiliftunternehmen
  • Reisebüro
  • Internet Reiseanbieter

Das touristische Marketing muss entschlossen, aber auch folgerichtig behutsam vollzogen werden, weil es neben den rein sachlichen Aspekten vielfältig verästelte, für den Reiseentschluss aber sehr bestimmte geistig-seelische Belange zu beachten hat.

Eines steht allerdings fest: Trotz aller Diskussionen, ob das Urlaubsangebot im Sinne eines Markenartikels vermarktet werden soll, hat Marketing im vollen Umfang eines Unternehmens eingesetzt und das Angebot mit aller Konsequenz als Markenprodukt betrachtet zu werden.

Für ein möglichst „ungefährliches“ Vorgehen ist Wissen im wahrsten Sinne des Wortes Macht. Wissen nämlich um das Eigenleben des Marktes, die Eigengesetzlichkeiten des Angebotes sowie die Anwendungs- und Wirkungsvarianten der absatzpolitischen Instrumente.

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