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Beispiel einer Zielstruktur für ein touristisches Angebot

Übergeordnete Ziele:

  • Beitrag zur Freizeitbefriedigung (Erholung/Bildung/Gesundheit)
  • Humanitäre Aspekte (bewusste Umweltgestaltung/Erholungsraum erhalten)
  • Sicherung der Rentabilität (volks- und betriebswirtschaftliche Investitionen)
  • Sicherung und Ausbau von Arbeitsplätzen
  • Ausbau der Infrastruktur (Einrichtungen stehen auch den Einheimischen zur Verfügung)
  • Allgemeiner Beitrag zur Wertschöpfung (Devisenbilanz)

Langfristige Ziele:

  • Marktstellung und Bedeutung der Region (des Angebotes) verbessern
  • Pflege der Marktanteile in jetzigen und künftigen aufzuschließenden Märkten
  • Profilierung des Angebotes in eine ganz bestimmte Richtung (z.B. Verjüngung, Qualitätskorrektur usw.)

Mittelfristige Ziele:

  • Aufbau neuer Angebotsargumente, die außerhalb der bisherigen Hauptsaison liegen (z.B. Tagungswesen, Gesundheitsurlaub, Hobbyprogramme usw.)
  • Ausbau der vorhandenen Angebotsschwerpunkte in qualitativer Hinsicht
  • Engagierte Präsenz, wo sich vorhersehbare Marktchancen ergeben
  • Beeinflussung der bisherigen Gästestruktur (nach geografischen oder soziodemografischen Kriterien)

Kurzfristige Ziele:

  • Nächtigungszahlen steigern
  • Anteil der Nächtigungen von bevorzugten Zielgruppen überproportional steigern
  • Belebung einer bestimmten Zwischensaison (z.B. Spätsommer durch Allwetter-Aktionen)
  • Besondere Forcierung der Angebotssegmente, die sich erschwerten Marktverhältnissen gegenüberstehen (z.B. wegen verstärkter Konkurrenz oder Veränderung in der Nachfrage)
  • Erhöhung des Aufenthaltsdauer und damit der Auslastung (z.B. durch ein attraktives Veranstaltungsprogramm
  • „intellektuelle Qualitätsverbesserung“:: Der Tourismusmarkt muss als klassischer Käufermarkt betrachtet werden. Und wie immer, wenn es um Verdrängung anderer Angebote geht, ist eine klassische Möglichkeit im Wettbewerb die Verbesserung des eigenen Angebotes.

Qualitätsverbesserung spielt sich aber längst nicht mehr ausschließlich auf der Seite substanzieller Verbesserungen ab. Einen immer höheren Stellenwert nimmt die intellektuelle Komponente ein. Wenn es also beispielsweise zu einer gut ausgebauten Infrastruktur gehört, dass ein Hallenbad vorhanden ist, muss auch die Benützung des Hallenbades - also der Zugang zur Infrastruktur – erleichtert werden. Zum Beispiel: Angebot von Wassergymnastik oder Wettbewerben. Statt Verboten dürfen Kinder zu einer bestimmten Zeit (jeweils am Nachmittag eine Stunde) das Hallenbad benützen und springen oder Ball spielen etc. Die Idee, vergleichbar mit der „Software“ bei Computern, gehört zur optimalen Nutzung von touristischen Angeboten heute einfach schon dazu.

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