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Der Markt

Geschichtlich gesehen bezeichnen wir einen Ort, an dem Produzenten und Händler ihre Waren anbieten und wo Interessenten einkaufen, als „Markt“. Freilich, diese ursprüngliche Form des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten ist heute nur noch ein Teilbereich des inzwischen äußerst vielfältigen Begriffes „Markt“.

Einige Beispiele:

Wir sprechen von der „Marktwirtschaft“, von „Planwirtschaft“. Die sogenannten „National Märkte“ entsprechen in der Regel räumlich den Staatsgrenzen der einzelnen Länder und werden vor allem durch Zoll-, Handels- und Devisenbestimmungen sowie auch durch Reisevorschriften „Visumzwang usw.) gegenüber anderen Märkten abgrenzt.

Im wirtschaftlichen Alltag sprechen wir sehr oft von branchenbezogenen Märkten, wobei diese nationalen oder internationalen Charakter haben können; etwas Kapitalmarkt , Holzmarkt, Lebensmittelmarkt, Energiemarkt, Freizeitmarkt, Urlaubsmarkt usw.

Eine generelle Einteilung der Herkunftsmärkte empfiehlt sich auch nacht nationalen Merkmalen, z.B. Gleichsprachigkeit, gleiche geographische Distanzen,, Zugehörigkeit zu bestimmten Kulturkreisen usw.

Alle diese Märkte unterscheiden sich nach „Käufermarkt“ und „Verkäufermarkt“. Ist das Angebot reichlich, so können die Interessenten souverän auswählen, der Käufer bestimmt (Käufermarkt). Übersteigt die Nachfrage das Angebot, so diktiert der Verkäufer (Verkäufermarkt).

Bezogen auf den Fremdenverkehr ergibt sich außerdem:
Gerade in jüngster zeit spielt sie sogenannte Touristikbörse für Fachkreise wie Reisunternehmen eine sehr bedeutende Rolle. So treffen bekanntlich in Berlin, München, Brüssel, Wien usw. zu bestimmten Zeiten Anbieter und Interessenten (vom großen Reiseveranstalter bis zum kleinen Ausflugsunternehmen) im Sinne des überlieferten Marktes zusammen. Ferner sind Touristik- und Freizeitmessen für Konsumenten zu nennen, die durchaus Züge des ursprünglichen „Marktes“ tragen.

Auch der Tourismus kennt den Käufermarkt wie auch den Verkäufermarkt. Der Käufermarkt überwiegt infolge der in fast allen Urlaubsländern entstandenen Überkapazitäten. Kurzfristig und/oder regional (im Winter, Ostern, zur sommerlichen Hochsaison) kommt es aber auch zu Situationen des Verkäufermarktes.

Ebenso bei speziellen Veranstaltungen wie z.B. dem Münchner Oktoberfest, Forme1-Rennen, Passionsspielen usw. Selbstverständlich wird der Anbieter aus solchen Marktsituationen entsprechend Konsequenzen ziehen. Es bedarf intensiven, oft kostspieligen Einsatzes am Markt, und sichtbarste Reaktionen ist meist die geänderte Preisgestaltung. Bei der Situation eines Verkäufermarktes wird meistens der Preis angehoben oder der bisherige Leistungsumfang zurückgenommen.

Die Tatsache des harten Wettbewerbs im Fremdenverkehr macht sorgfältige Marktbearbeitung durch die Anbieter notwendig. Wir sind uns darüber im klaren, dass das Verhalten der Interessenten vielfältigen Einflüssen unterliegt, daher wandelbar ist. Unser wie schon erwähnt eher starres Angebot soll deshalb soweit als möglich diesen Veränderungen laufend angepasst werden.


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