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Teile des touristischen Angebotes

Für die Gestaltung eines touristischen Angebotes ist es sinnvoll, die wichtigsten Faktoren systematisch zu berücksichtigen:

Materielle Faktoren:

  • Transporteinrichtungen (Flugwesen, Schiene und Straße, Seilbahn, Lift)
  • Beherbergungswesen (Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Privatvermieter, Ferienwohnungen, Camping)
  • Gastronomie (in ihren vielfältigen Erscheinungsformen vom 1A Restaurant bis zur Döner Bude)
  • Touristische Einrichtung des Ortes (Sportanlagen, Wanderwege, Klettersteige, Allwettereinrichtungen, Hobbymöglichkeiten)
  • Einzelhandel und Gewerbe ((die mit ihren typischen Leistungen und/oder Produkten das touristische Angebot mitbestimmen)

Immaterielle Faktoren:

  • Landschaft
  • Klima
  • Geschichte
  • Kultur
  • Kunst
  • natürliche Heilvorkommen
  • Formen des gesellschaftlichen Lebens
  • Dorfleben, urbane Einstellung der Bewohner
  • Atmosphäre (Gemütlichkeit, geistige Note usw.)

Immaterielle Faktoren sind nicht direkt und in keinem Fall kurzfristig beeinflussbar. Sie lassen sich auch nicht beliebig “produzieren” und “vermehren”. Diese Faktoren setzen der touristischen Expansion natürlich Grenzen, die gewaltsam zu überschreiten meistens bleibende, nicht mehr rückgängig zu machende Schäden verursacht. Die genannten Faktoren (und auch orts-spezifisch andere) sind Bausteine für das Ferienerlebnis. Deren sinnvolle, dosierte Kombination durch den Gast kann ihm die von den Ferien erwartete Befriedigung geben.

In diesem Zusammenhang interessiert:

  1. In zunehmendem Maße wird es für die Angebotsträger notwendig, durch eine unaufdringliche “Urlaubshilfe” (Teil einer “Lebenshilfe”) dem präsumtiven Urlauber dabei and die Hand zu gehen, jenes Erwartungsniveau zu finden, das seinen Lebensumständen entspricht. Darüber hinaus ist der Gast dankbar für die Weckung in ihm schlummernder (vom Alltag verschütteter) Erlebnisbedürfnisse.
  2. Urlaubshilfe besteht auch darin, jedem Gast praktische, individuell abgestimmte Anregungen zu geben, wie er seine Urlaubserwartungen bestens erfüllen kann.
  3. In diesem Sinne bewährt er sich dem Gast jede den Ansässigen noch so “selbstverständliche” Unterhaltungs- und Beschäftigungsmöglichkeit im Gebiet, am Ort oder im Betrieb nahe zu bringen.

So kann beispielsweise auch eine Holzversteigerung für viele Gäste äußerst attraktiv sein. Wettbewerbe der Freiwilligen Feuerwehren, der Wochen- oder Viehmarkt, örtliche Sportveranstaltungen mit Gästebeteiligung können auch für die Zukunft geradezu Magnetwirkung entfalten.


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