J. Krippendorf formuliert:
“Marketing im Tourismus ist die systematische und koordinierte Ausrichtung des Unternehmenspolitik von Tourismusbetrieben wobei der privaten und staatlichen Tourismuspolitik der lokalen, regionalen und internationalen Ebene auf eine bestmögliche Befriedigung der Bedürfnisse bestimmter Konsumentengruppen unter Erzielung eines angemessen Gewinnes.”
Wir folgen weiter den Gedankengängen von Kripendorf über Grundlagen des Marketing im Tourismus:
- Beeinflussung des Bewertung durch Personen, die außerhalb des eigentlichen Leistungspaketes liegen, z.B. Mitreisende, Einwohner, andere Urlauber usw.
- Hotels sind “kundenpräsenzbedingte Dienstleistungsbetriebe”. Ohne persönliche Anwesenheit des Kunden kommen die angebotenen Dienstleistungen nicht zur Geltung.
- Saisons abhängig von im Bereich der Gäste liegenden Faktoren (Schulferien, Industrie, Feiertage, Urlaub usw.)
- Der Kunde und nicht das Produkt überwindet die Distanz zwischen Produktion und Konsum.
- Das Urlaubsangebot ist ein abstraktes, das heißt nicht öffentliches, weder sicht- noch greifbares Konsumgut. Es verbinden sich damit die vielfältigsten Vorstellungen.
- Für die Bewertung der Dienstleistung stehen keine Messgrößen, wie Maße, Gesichte, Volumen, Motorleistung usw. zur Verfügung. Eine objektive Beurteilung kann nur für einzelne Leistungsteile möglich sein.
- Externe, vor allem aber unbeeinflussbare Faktoren wie z.B. Wetterlage oder Auswirkungen von Naturereignissen, der Verkehrspolitik usw. sind zu berücksichtigen.
- Der Kunde muss die Leistung oft schon Wochen vor dem Konsum bezahlen.
- Kunden können die Leistung, die sie zu konsumieren wünschen, vorher nicht sehen. Dienstleistungen können nicht wie ein Warenmuster zur Ansicht oder zur Auswahl zugesandt oder in einem Verkaufsgeschäft ausgestellt werden.
- Die Leistungen einer Fremdenverkehrsunternehmung oder Organisation stehen in einem Komplementärverhältnis zu den Erzeugnissen anderer Fremdenverkehrsunternehmungen und weiterer Angebotsträger. Der Tourist fragt nicht nur Hotelleistungen, sondern auch Transportleistungen, andere Verpflegungsleistungen, die Leistungen von Sportlehrern, Reiseleitern, Sportanlagen, Souvenirs usw., das heißt ein Leistungsbündel, nach.
